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Stiefellecker & Co.

Pfeifen auf Chefsesseln, gekünstelte Konservation und braune Zungen. Networking wird oft mit unangenehmen Bildern und Gefühlen verbunden. Zu Recht?

Es gibt sie sehr wohl, die Schleicher, die Kriecher, die Schöntuer, die Schmeichler, die Heuchler, die Blender, die Schaumschläger, die Poser, die Grosskotze, die Dünnbrettbohrer, die Worthelden, die Aufschneider, die Möchtegern, die Phrasendrescher, die Wichtigmacher, die Gernegross, die Schwätzer, die Plauderer, die Labertaschen, die Schwafler. Die Liste lässt sich beliebig lang fortführen.

Negative Vorurteile und veraltete Annahmen über Networking gibt es wie Sand am Meer. Mal wird Netzwerken als Sammeln von Kontakten verstanden. Mal fallen Wörter wie Vetternwirtschaft, Postenschacher und Stiefellecker. Auch herrscht vielfach die Meinung vor, dass in erster Linie extrovertierte Personen gute Netzwerker sind.

Aus meiner Erfahrung funktioniert modernes Networking komplett anders. Vier Beispiele gefällig?

  1. Wer ein nachhaltiges Netzwerk aufbaut tut dies nicht mit der Absicht möglichst viel zu nehmen, sondern in erster Linie zu geben. Man investiert Zeit, teilt seine Kontakte und unterstützt die Menschen im Netzwerk in unterschiedlichen Belangen.
  2. Ein Netzwerk muss nicht in erster Linie gross, sondern qualitativ stark sein. Dies, indem Beziehungen über Substanz verfügen und von gegenseitiger Wertschätzung geprägt sind.
  3. Introvertierte Menschen sind mindestens ebenso erfolgreiche Netzwerker wie extrovertierte Menschen. Fähigkeiten wie gutes Zuhören, Geduld, vor dem Sprechen denken und echte Empathie wiegen eine anfängliche Zurückhaltung und Schüchternheit schnell auf.
  4. Obwohl die direkte menschliche Interaktion nicht ersetzbar ist, funktioniert Netzwerken im virtuellen Raum ausgezeichnet. Es braucht einzig die richtigen Methoden sowie eine entsprechende Einstellung.

Als ich fast auf den Tag genau vor acht Jahren meine Firma gründete, hatte ich kein Kapital, sondern einzig eine Geschäftsidee und ein Netzwerk mit vielen wunderbaren Menschen. Ohne sie wäre der geschäftliche Erfolg nie möglich gewesen. Zeit für ein grosses Dankeschön!

Ein fröhlicher Gruss, Ralph Hubacher

(Die Brown-Nosers Skulptur von David Cerny steht übrigens in Prag und ist ein Besuch wert)

 

Das beste Werkzeug ist die passende Methode

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